Potenzprobleme und was dagegen helfen kann

Ist die Diagnose “Erektile Dysfunktion” erst einmal gestellt, fühlt es sich für die meisten Männer wie ein Schlag ins Gesicht an. Vor allem junge und gesunde Männer sind bei dieser Diagnose geschockt. Doch tatsächlich leidet einer von 4 Männern unter 40 Jahren unter Potenzproblemen.

Was ist erektile Dysfunktion?

Erektile Dysfunktion wird mit ED abgekürzt und bedeutet, dass der Mann keine Erektion, welche für den Geschlechtsverkehr ausreichend ist, bekommen oder diese aufrechterhalten kann. Und zwar in mehr als zwei Drittel der Fälle. Bei ED wird der Penis nicht hart genug. Die erektile Dysfunktion definiert aber auch das vorzeitige Erschlaffen. Beide Probleme bestehen über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten, um eine ED zu diagnostizieren. Das bedeutet, dass sporadische Einschränkungen nicht gleich eine behandlungserforderliche Störung definieren.

Keine Scheu vor dem Weg zum Arzt

Häufig handelt es sich um körperliche Ursachen, welche die erektile Dysfunktion auslösen. Vor allem bei jungen Männern können psychische Störungen der Auslöser sein. Natürlich handelt es sich bei diesem Problem um eine sehr private Angelegenheit. Dennoch sollten Männer sich nicht schämen und einen Arzt konsultieren. Schließlich ist in den meisten Fällen eine erfolgversprechende Therapie möglich. Der Arzt hat beispielsweise die Möglichkeit Phosphodiesterase-5-Hemmer wie z.B. Cialis zu verschreiben. Es stehen aber noch eine Reihe weiterer Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise wenn es sich um einen zu niedrigen Testosteronspiegel handelt und der behandelnde Arzt eine Testosteron-Ersatztherapie anordnet.

Eine Erektile Dysfunktion kann ein ernstes Zeichen sein

Jenseits der 50 kann die ED ein ernstzunehmendes Warnzeichen sein. Zum Beispiel für einen noch nicht entdeckten und drohenden Schlaganfall oder Herzinfarkt. Der Grund dafür ist, dass sich hinter der Erektionsstörung in vielen Fällen eine Arteriosklerose, also eine Verkalkung der Blutgefäße verbirgt. Dabei sind die Gefäße betroffen, welche für die Blutversorgung des Penis verantwortlich sind. Diese Gefäßverkalkung kann sich auch auf andere Gefäßabschnitte des Körpers auswirken. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Herz- oder Hirninfarkt führen. Wird die Gefäßverkalkung jedoch rechtzeitig diagnostiziert, lassen sich solche Folgeerkrankungen in der Regel vermeiden.

Der Zusammenhang zwischen Schnarchen und erektiler Dysfunktion

Durch das nächtliche Aussetzen des Atems können Erektionsprobleme ausgelöst werden. Der Grund dafür ist Sauerstoffmangel. Wer stark schnarcht läuft Gefahr, dass der Körper mit Sauerstoff unterversorgt wird. Bei einigen Männern hat diese Unterversorgung Erektionsstörungen zur Folge, wie Forscher herausgefunden haben. Laut einer veröffentlichten Studie im “Journal of Sexual Health” traten bei 69 Prozent der beobachteten Männer mit Schlafapnoe Erektionsstörungen auf. Eine Schlafapnoe äußert sich durch lautes Schnarchen und nächtlichen Atemaussetzern. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel kann laut dieser Studie zur erektilen Dysfunktion führen. Wer seine Schlafapnoe in den Griff bekommen will, sollte auf sein Gewicht achten und auf Schlafmittel sowie auf Alkohol verzichten. Diese Empfehlung hat die Gesellschaft für Pneumologie und Beratungsmedizin ausgesprochen. Zudem raten die Experten, sich einer Atemwegs-Überdruckbehandlung zu unterziehen. Dabei wird nachts eine Maske getragen. Diese Maske arbeitet mit Überdruck und arbeitet dadurch gegen die Atemaussetzer.

Das hilft gegen die erektile Dysfunktion

Gesünder leben

Im Alltag lauert gleich eine ganze Reihe von Risikofaktoren, welche eine erektile Dysfunktion auslösen können. Durch einen gesunden Lebenswandel lassen sich diese Faktoren vorbeugen beziehungsweise ausschalten. Der Fokus liegt dabei auf den Verzicht auf Nikotin. Zudem sollte Übergewicht abgebaut werden. Außerdem können mangelnde Bewegung, übermäßiger Alkohol und psychischer Stress Gründe für die Erektionsstörung sein.

Partnerschaftlicher Umgang

Die Erektionsstörung wirkt sich natürlich maßgeblich auf die Partnerschaft aus und beeinflusst nicht zuletzt die sexuelle Übereinkunft. Es ist deshalb wichtig, dass Betroffene ihre Partnerin einweihen und mit ihr über die Einschränkung sprechen. Nur so kann das Problem gemeinsam gelöst werden. Wer das klärende Gespräch scheut, läuft Gefahr, dass Spekulationen angestellt werden, welche primär Misstrauen schaffen können.

Quellen:

Apotheken Umschau (2014): Erektile Dysfunktion (Potenzstörung, Erektionsstörung, Impotenz). Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Erektile-Dysfunktion, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

Men`sHealth (2017): Potenzprobleme: Erektionsstörung mit 30?! Was jungen Männern hilft. Online verfügbar unter: https://www.menshealth.de/artikel/das-hilft-bei-erektionsstoerungen.420114.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

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